DIE WICHTIGSTEN ARGUMENTE FÜR DIE PORTA ALPINA

1. Kostengünstiger Umbau der Multifunktionsstelle Sedrun in eine permanente Tunnelstation Porta Alpina
Die enormen Vorinvestitionen (ca. 400 Mio. Fr.) in die sogenannte Neat-Multifunktionsstelle Sedrun machen es möglich, die Tunnelstation Porta Alpina für „bescheidene“ 50 Mio. Fr. zu realisieren. Damit profitiert auch der bis anhin nicht berücksichtigte Kanton Graubünden von den Reisezeitverkürzungen der Neat. Die Neat ist bekanntlich als Netzlösung konzipiert worden, damit alle Landesteile von den Vorteilen dieses Jahrhundertbauwerks profitieren können.
2. Die Porta Alpina ist ein weltweit nicht kopierbares Bauwerk und ein Symbol für die Innovationskraft der Schweiz
Das weltweit einzigartige architektonische Monument Porta Alpina (dreimal so hoch wie der Eiffelturm) ist, wie die neue europäische Alpentransversale, ein Symbol für den Pioniergeist der Schweiz. Im Herzen der Alpen, in der Mitte des längsten Tunnels der Welt situiert, ist die Porta Alpina die tiefste Bahnstation mit dem höchsten Lift der Welt (ein dreifacher Weltrekord!): eine international vermarktbare Attraktion nicht nur für den Kanton Graubünden, sondern auch für das Tourismusland Schweiz.
3. Halbierung der Reisezeit von den Agglomerationen in die Surselva – ohne negative Auswirkungen auf den Betrieb der Neat
Die Anbindung der Region Surselva an überregionale Zentren entspricht einer ganzen Reihe von Zielsetzungen der kantonalen und schweizerischen Raumplanung sowie der Neuen Regionalpolitik. Die Porta Alpina bindet den inneralpinen Bahnverkehr (St.Moritz-Zermatt) an den alpquerenden Verkehr (Zürich-Mailand). Die Halbierung der Reisezeiten macht die Region nicht nur für Touristen, sondern auch für Pendler attraktiv (ca. 1'000 Zuzüger). Die Porta Alpina wirkt somit der zunehmenden Migrationstendenz entgegen und leistet einen Beitrag zur Aufrechterhaltung der dezentralen Besiedlung der Schweiz. Interregio-Züge können stündlich ohne negative Beeinträchtigung des Neat-Bahnbetriebs an der Haltestelle Porta Alpina anhalten.
4. Volks- und regionalwirtschaftliche, sowie betriebswirtschaftliche Nachhaltigkeit der Porta Alpina
Die Porta Alpina leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen im Berggebiet und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft. Sie weist im Vergleich zu anderen Bahnbauten ein ausserordentlich günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis (Reisende pro Tag x Reisezeitgewinn) auf. Die Betriebs- und Unterhaltskosten der Tunnelstation Porta Alpina können durch die zu erwartenden Einnahmen gedeckt werden (Betriebskosten: 2.4 Mio. Fr.; Erträge im Jahr 2015: 2.8 Mio. Fr.; Erträge im Jahr 2020: 3.5 Mio. Fr.). Gemeinden und Kanton können mit zusätzlichen jährlichen Steuereinnahmen von 4.0 Mio. Fr. rechnen. Dank der Porta Alpina wird in der Region jährlich zusätzliches Einkommen in der Grössenordnung von 35 Mio. Fr. generiert. Die Porta Alpina bildet den Schlüssel für eine nachhaltige gesamtwirtschaftliche Entwicklung in der Surselva.
5. Ökologische, raumplanerische und gesellschaftliche Aspekte
Die Porta Alpina führt zu einer Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene – was sich bezüglich Lärm- und Luftschadstoffbelastungen positiv auswirkt. Die erwartete Zunahme von Kurzzeittouristen kompensiert die in den letzten Jahren in der Surselva überdurchschnittlich erodierten Übernachtungszahlen, was zu einer besseren Auslastung der bestehenden Anlagen führt. Die zusätzlichen Einwohner und Touristen führen zu Einkommenseffekten und Steuermehreinnahmen für Region, Kanton und Bund. Insgesamt ergibt sich somit eine faire Verteilung von Kosten und Nutzen.
6. Der Kanton, die Region und die Gemeinden sind bereit, die Finanzierung des Projekts mitzutragen
Die Porta Alpina ist eine einmalige Zukunftschance, die nicht nur aufgrund kurzfristiger Budgetüberlegungen beurteilt werden darf. Aus diesem Grund sind der Kanton Graubünden, die Region Surselva und die beteiligten Gemeinden bereit, einen wesentlich höheren Beitrag an der Finanzierung des Projekts zu leisten, als dies bei Bahnprojekten üblich ist. Die Gemeinden Tujetsch und Disentis haben für die Realisierung des Vorhabens bereits 4 Mio. Fr. zugesichert.  |